Regelinsolvenzverfahren

Natürliche Personen müssen entweder ein Verbraucher- oder ein Regelinsolvenzverfahren beantragen.

Das Regelinsolvenzverfahren ist – unabhängig von der der Anzahl der Gläubiger – die richtige Form für Selbständige.

Das Regelinsolvenzverfahren gilt auch für ehemalige Selbständige ab 20 Gläubigern oder auch unter 20 Gläubigern, sofern Forderungen aus Arbeitsverhältnissen (z.B. Lohnsteuer, Lohn / Gehalt, Gesamtsozialversicherungsbeiträge) bestehen.

Bei einem Regelinsolvenzverfahren ist kein „vorgeschalteter“ außergerichtlicher Einigungsversuch notwendig, der Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens kann also schneller („sofort“) beim Amts-/Insolvenzgericht eingereicht werden.

 

Das Verbraucherinsolvenzverfahren ist – unabhängig von der Anzahl der Gläubiger – die richtige Form für Personen, die nicht selbständig sind und nie selbständig waren.

Bevor der Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt werden kann, muss zunächst ein außergerichtlicher Einigungsversuch auf der Grundlage eines Plans mit den Gläubigern durchgeführt werden. In den allermeisten Fällen scheitert dieser Einigungsversuch, da die Gläubiger das Angebot (oft auch ein sogenannter „Nullplan“) ablehnen. Das Scheitern des außergerichtlichen Einigungsversuch wird von der (nach § 305 Abs. 1 Nr. 1 InsO geeigneten, der sogenannten staatlich anerkannten) Schuldnerberatungsstelle oder einem Rechtsanwalt / einer Rechtsanwältin im Insolvenzantrag bescheinigt und ist Voraussetzung, dass der Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens vom Amts-/Insolvenzgericht angenommen wird.

Für ein Verbraucherinsolvenzverfahren wenden Sie sich bitte vertrauensvoll an:

Insolvenz-Fach-Center e.V.

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